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Heilige Birma,
die Katze mit der göttlichen Seele

 

Mir liegt die Tierzucht schon von jeher im Blut, als zwölfjähriges Mädchen fing es schon mit Hamstern und Meerschweinchen an. Bis heute lies es mich nicht mehr los. Nun züchte ich schon seid zehn Jahren, diese wundervolle Katze namens Heilige Birma.

Ein Züchter kann nicht 100 % dafür garantieren, dass Sie ein gesundes Tier bekommen haben, es gibt immer Unwägbarkeiten. Dennoch kann und sollte man davon ausgehen, dass ein Rassekätzchen gesund und munter ist und auch weitestgehend bleibt. Ich als Züchter möchte auf meine Kitten stolz sein und versuche so gut wie möglich dafür zu sorgen, dass meine Jungtiere ohne Fehl und Tadel sind.
 Ein guter Züchter steht auch Jahre nach dem Kauf sicherlich mit Rat und Tat zur Seite, wenn es Probleme gibt oder wenn man einfach nur Fragen hat! Und dies sind sehr wertvolle Tips, denn sie sind oft sehr spezifisch für die Rasse.

Eines noch zum Thema Hauskatze oder Rassekatze: Es gibt immer noch viele Leute, die Züchter und Käufer verfluchen und den Züchtern Geschäftemacherei nachsagen und der Meinung sind, Kätzchen aus "Streunerverpaarungen" seien die einzig wahren Katzen. Ist wohl so wie bei den Hunden, da sind nach Aberglauben, ja auch die Mischlinge die gesünderen Hund obwohl eben auch die meisten Rassehund für bestimmt Aufgaben gezüchtet wurden. Die meisten Rassekatzen sind eben besonders für die Wohnungshaltung geeignet. Sie machen kaum etwas kaputt und haben nicht den Drang nach draußen, allerdings gibt es auch Rassekatzen die besser mit Freigang gehalten werden. 
Ist jemand tierlieb oder handelt verantwortungsvoll, wenn er Katzen bloß vermehrt (vielleicht sogar nur weil es zu teuer ist, sie zu kastrieren) und den Kitten nicht einmal den bestmöglichen gesunden Start gibt? Welche Katzen füllen denn die Tierheime, etwa die Rassekatzen? Denn meist werden Rassekatzen sehr überlegt angeschafft und gerade Birmchen finden Sie kaum im Tierheim.
 Mit Tierschutz und Tierliebhaberei haben jedenfalls die 2 bis 3 Würfe einer Bauernhofkatze pro Jahr nichts zu tun. Die oft dann noch kurz nach der Geburt getötet werden oder unter Androhung des Tötens mit sechs Wochen abgegeben werden. Da zeigt jeder einem Katzenverein zugehöriger Züchter mehr Verantwortung für die Tiere als die Leute, die ohne nachzudenken die Katzenzucht verdammen und immer nur der Natur ihren Lauf lassen wollen.

Kein Züchter und keine Zucht ist perfekt,  welches Lebewesen ist das schon, als Züchter sollte man aber versuchen es immer perfekter zu machen.
 Manchmal läuft auch etwas schief, meist wenn der erste Wurf des neuen Katers oder der neuen Katze zur Welt kommt, wichtig ist dann nur, wie der Züchter mit "Mißgeschicken" oder "Schicksalsschlägen" umgeht.  
Es gibt leider viel zu wenige Züchter die Tiere die die Rasse insgesamt durch Gendefekte schädigen, aus der Zucht nehmen. So wird es am Ende dazu kommen, dass es kaum mehr Zuchten gibt, die  z.B. Knickschwanzfrei sind oder genau bekannt ist welche Tiere nun wirklich in der Linie vorhanden sind, da mit Tieren aus dubiosen Quellen gezüchtet wird.

Eine Zucht, die den einen oder anderen Kastraten hat, ist prima. Aber wir und auch viele andere Züchter müssen uns von den meisten unserer Miezen trennen, wenn sie Probleme mit den anderen haben. Aber eine Zucht, die jahrelang mit den gleichen Katzen arbeitet, vielleicht sogar die Verpaarung ständig wiederholt, ist eine Katzenproduktion, keine Zucht auch wenn die Tiere hochprämiert sind. Eine Zucht muss zielgerichtet voran kommen und dazu eigene Nachzuchten behalten und neue Verpaarungen machen. Deshalb werden andere, ältere Katzen kastriert. Damit eine Zucht eben nicht aus allen Nähten platzt oder es ständig Streit gibt, wird es irgendwann unumgänglich, die eine oder andere Katze abzugeben, was oft rein gefühlsmäßig schlecht bei den Liebhabern ankommt. Beurteilen Sie bitte einen Züchter nicht deshalb schlecht, weil er Ihnen eine ältere Katze aus seiner Zucht anbietet. Oft ist dies nur zum Besten der Katze und nur ein echter Egoist "sammelt" die Katzen. 
Gerade wenn Sie zwei Katzen wollen, ist die Anschaffung auf einmal recht teuer. Eine ehemalige Zuchtkatze wird oft günstiger abgegeben, weil in diesem Fall dem Züchter ein guter Platz ganz besonders am Herzen liegt. Bei uns wird fast immer Mutter mit Kind abgegeben und manchmal auch Kater mit Kind oder zwei ältere Katzen zusammen.. Bei einem älteren und einem Jungtier haben die Menschen das Jungtier das offen auf sie zu geht und beschmust werden will und die ältere Katze darf sich die Zeit nehmen die sie braucht um sich in der neuen Familie wohl zu fühlen.

Zuchten die jahrelang mit dem selben Kater/Katzen züchten sind nicht als solche zu bezeichnen, da auch ein Vermehrer der ohne Stammbaum züchtet immer nur die gleiche Verpaarung wiederholt. Dies erfüllt auch nicht die Kriterien einer Zucht, egal welch hochtrabende Titel die Zuchtkatzen/kater haben. Um voran zu kommen muß man sich leider auch öfters mal von Zuchtkatern oder auch Katzen trennen, dies sollte man den Tieren zuliebe, nicht erst nach mehreren Jahren im Zuchthaushalt machen. 

 

BLUTGRUPPEN

Man unterscheidet hier zwischen der Blutgruppe A, B und A/B.  Fast alle Katzen sind Blutgruppe A. Man schätzt bei den Birmas, dass etwa 20 % die Blutgruppe B und etwa 0,4 % die Blutgruppe A/B haben.

Wir haben in Deutschland so wie es sich derzeit darstellt, mehr unerkannte B-Träger, als man sich vorstellen kann. Die Birmakatze gehört eindeutig zu den Rassen, bei denen die Blutgruppe B bzw. die Veranlagung B verdeckt weiterzugeben  vermehrt auftritt.

Diese Katzen sind im Test A, tragen aber  in ihren Genen die Anlage für die B.

Daher können aus Verpaarungen mit A-Katzen B-Kitten fallen, die wiederum, wenn sie weiblichen Geschlechtes sind mit einem A-Kater Kitten produzieren können, die am "Fading Kitten Syndrome" sterben können.

Je nach Konzentration der Antigene in der Muttermilch kann die Gefahr einer Zerstörung der roten Blutkörperchen bis  zu 4 Wochen nach der Geburt anhalten.

Es sind hiervon aber nicht alle B-Mütter betroffen.

Es sind in der Regel lediglich die reinerbig A-Kitten, die die stärksten Symptome zeigen und deren Mütter einen erhöhten Antigenspiegel gegen A im Blut haben.

B- und A/B-Kitten vertragen die mütterliche Milch problemlos.

Die Verpaarung einer A oder B-Katze mit einem B-Kater ist die sicherste für den Züchter überhaupt, da er sich sicher sein kann, keinerlei Unverträglichkeitsprobleme zu haben. Nur sollten die Züchter, die ein Jungtier aus solch einer Verpaarung kaufen, darüber informiert werden, dass die Kitten B tragen, wenn sie auch im Test A sind.

Auch wenn der ganze Katzenbestand A ist, kann ein B-Kitten fallen.  Ein B-Kater hat nicht nur B-Nachwuchs, sondern auch A und A/B ( wenn das Gen für A/B getragen wird).   

Die Blutgruppe A/B ist eine eigenständige Blutgruppe und kann rezessiv (=verdeckt) wie auch die Blutgruppe B getragen werden. Sie ist aber wesentlich seltener. In der letzten Zeit scheint sich herauszustellen, dass Kätzinnen mit der Blutgruppe A/B, die mit einem A-Kater verpaart wurden, sehr wohl auch Antikörper bilden, die dann in diesem Falle zu einer Gestose führt und damit für die Mutterkatzen lebensbedrohlich wird. Sehr viele A/B-Mütter scheinen hier im letzten Drittel der Trächtigkeit und während der Geburt besonders gefährdet zu sein. Manchmal hilft eine sofortige Bluttransfusion, aber fast immer verläuft diese Gestose für Mutter und Kitten tödlich.

Um es jetzt noch einmal zusammen zu fassen:

Aus der Verpaarung Blutgruppe B x B kann kein   A fallen, immer nur B.

Aus der Verpaarung Blutgruppe A x A (beide tragen verdeckt B) kann aber sehr wohl B oder aber auch A/B fallen.

Wenn der Kater reinerbig A ist , dann ist die Abwehrreaktionen der Blutgruppe B-Mutter gegen ihre A-Kitten um eine weites heftiger.

Ein B-Kater ist für die Zucht immer positiv, denn er kann ohne Gefahr alle Blutgruppenkatzen
decken und zusätzlich kann
er noch so manche A-Katze als
B-Trägerin outen.

Es ist immer nur die weibliche B-Katze, die Antikörper bildet.

Zum ersten Mal habe ich mich mit den Bluttgruppen auseinander gesetzt als ich eine
wunderschöne Katze in Berlin kaufte
und mein Kater (A) diese schon als
Baby total ablehnte und sie mehrfach
ernsthaft verletzt hat. So etwas hatte ich
noch nie erlebt.
Da Züchter ja nur ihre rolligen Katzen zum Kater bringen gibt es hier keine Erfahrungswerte,
da wenn die Katze so gut riecht alle
Instinkte des Katers auf decken
ausgerichtet sind.
Diese Katze kam dann zu einem A/B Kater
der sie sofort liebte und auch umgekehrt.

Die Farben

Es gibt so viele Konstellation, dass es ins Uferlose gehen würde alle Verpaarungsvarianten aufzuzählen, deshalb hier eher ein Ausschlussverfahren.

Es ist nicht möglich, dass ein tabby Baby im Wurf zur Welt kommen kann, wenn nicht mindestens ein Elternteil sichtbar tabbyfarben ist.

Tortie Babys gibt es nur wenn der Kater red point ist oder die Mutter schon eine tortie point ist. Nur Katzen können tortie sein, Ausnahmen bestätigen hier die Regel, da es wenn auch selten Kater in tortie gibt.

Zwei lilac point Tiere können nur lilac Babys auf die Welt bringen.

Bei  gleichfarbigen Partner in lilac oder chocolate gibt es nur Babys in diesen Farben.

Zweimal blue gibt immer nur blue Kitten

Bei zweimal seal kann aber auch blue point fallen.